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Stiftungen

Was jeder wissen sollte:

Auf der folgenden Seite erhalten Sie eine kurze Übersicht zum
Thema Stiftungen. Ausführliche Beschreibungen erhalten Sie auf
der Internetadresse des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Das Stiftungswesen boomt.

Die Aufbruchstimmung seit Beginn des 21. Jahrhunderts hält an.
Stiftungen gibt es in Deutschland seit über 1.000 Jahren. In den
achtziger Jahren wurden durchschnittlich 150 Stiftungen jährlich
gegründet. Im Jahr 2007 hat die Zahl der jährlich neugegründeten
Stiftungen erstmals in der Stiftungsgeschichte die 1.000er Marke
durchbrochen. 1.134 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts
wurden im Jahr 2007 gegründet. Die vielen unselbstständigen
Stiftungen, Stiftungsvereine und -gesellschaften sowie Stiftungen
öffentlichen Rechts sind in dieser Zahl nicht erfasst. Der Gedanke
privaten Stiftens und die Tätigkeit der Stiftungen sowie das bürger-
schaftliche Engagement insgesamt gewinnen immer mehr an
Bedeutung.

Stiftungen als unverzichtbares Element der Gesellschaft
:

Für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Herausforderungen
unseres Gemeinwesens ist die Zivilgesellschaft nicht erst im Zusam-
menhang mit Finanznöten der öffentlichen Hand unverzichtbar ge-
worden. Stiftungen sind zunehmend wichtige Akteure in diesem Feld:
als Impulsgeber, finanzielle Säule, Projektträger und Innovations-
schmieden.
Stiftungen sind damit ein wichtiger Teil unserer freiheitlichen und
demokratischen Bürgergesellschaft. Auch aus ordnungspolitischer Sicht
nimmt ihre Bedeutung permanent zu. Bürgerinnen und Bürger stützen
durch ihr Engagement, das sie freiwillig - über ihre Steuerpflicht hinaus -
in und mit Stiftungen leisten, die Demokratie. So werden gesellschaft-
liche Aufgaben zunehmend durch Stiftungen initiiert und getragen.

• • •

Stiften - nur etwas für reiche Leute?

Die Höhe des Vermögens, das für die Stiftungserrichtung erforderlich ist,
ist weder im BGB noch in den Landesstiftungsgesetzen vorgeschrieben.
Da eine Stiftung ihre Zwecke grundsätzlich nur mit den Erträgen aus der
Verwaltung ihres Vermögens verfolgt - gemeinnützige Stiftungen auch
noch mit Spenden und sonstigen zeitnah zu verwendenden Mitteln - ist
eine nachhaltige Zweckerfüllung erst ab einem gewissen Mindestkapital
realistisch möglich.

Minimum: in der Regel 50.000 Euro

Die Stiftungsbehörden gehen daher grundsätzlich davon aus, dass zur
Errichtung einer rechtsfähigen Stiftung ein Vermögen von mindestens
50.000 Euro vorhanden sein muss. Diese Mindestsumme ist jedoch nur
eine Orientierungsgröße für die Mindestausstatung einer Stiftung mit
Vermögen. Für eine nachhaltige Zweckerfüllung der Stiftung ist eine
solche Summe jedoch oft zu wenig, wenn nicht mit großer Wahrschein-
lichkeit weitere Zustiftungen oder sonstige Zuwendungen oder regel-
mäßige Einnahmen neben den Vermögenserträgen der Stiftung zu
erwarten sind.

Bedarf es für die Zweckverwirklichung nur geringer Mittel, beispiels-
weise weil nur einmal jährlich ein gering dotierter Preis verliehen wird,
kann eine Stiftung im Einzelfall auch mit weniger als 50.000 Euro
gegründet werden. Genauso können weit mehr als 50.000 Euro zur
Errichtung notwendig sein, wenn die Zweckverfolgung finanziell auf-
wendig ist, wie es beispielsweise bei der Förderung der Gentechnologie
der Fall sein dürfte. Zu bedenken ist auch, dass eine Stiftung in der
Regel Verwaltungskosten für Buchhaltung, Jahresrechnung etc.
verursacht und dass die freie Rücklage zum Inflationsausgleich eben-
falls aus Erträgen des Kapitals zu finanzieren ist. In der Praxis heißt
dies, dass bei heutigem Zinsniveau einer Stiftung mit 50.000 Euro
nur rund 2.000 Euro oder weniger aus Erträgen für die Fördertätigkeit
zur Verfügung stehen, wenn nicht andere Zuwendungen das Budget
der Stiftung erhöhen.
Fest steht: Große Wirkung können alle Stiftungen erzielen, ob groß
oder klein.

• • •

Steuerliche Vorteile des Stiftens:

Engagement für einen "guten Zweck" kann mit erheblichen steuerlichen
Vorteilen verbunden sein. Denn Zuwendungen an gemeinnützige
Stiftungen können gegen Vorlage einer Zuwendungsbestätigung als
Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden.
Am 21. September 2007 hat der Bundesrat das "Gesetz zur weiteren
Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" verabschiedet. Dadurch
haben sich die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Stifter und
Stiftungen erheblich verbessert. Das Gesetz, das rückwirkend zum
1.1.2007 in Kraft getreten ist, sieht folgende Abzugsmöglichkeiten bei
Zuwendungen (Spenden, Zustiftungen) an Stiftungen vor:

Spende:

Bei einer Spende handelt es sich um eine freiwillige, unentgeltliche
Zuwendung an eine gemeinnützige Körperschaft wie einer Stiftung, die
diese Zuwendung zeitnah für ihre satzungsmäßigen Zwecke auszugeben
hat. Gem. § 10b Abs. 1 EStG können Spenden zur Förderung steuer-
begünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung an
eine gemeinnützige Stiftung insgesamt bis zu 20 Prozent des Gesamt-
betrags der Einkünfte des Zuwendungsgebers als Sonderausgaben
abgezogen werden. Abziehbare Zuwendungen, die den oben genannten Höchstbetrag überschreiten oder im Jahr der Zuwendung nicht
berücksichtigt werden können, können im Rahmen der Höchstbeträge in
den folgenden Jahren als Sonderausgaben abgezogen werden.

Zustiftungen:

Gem. § 10b Abs. 1a S. 1 EStG können Spenden in den Vermögensstock
einer gemeinnützigen Stiftung (sog. Zustiftungen) auf Antrag des
Steuerpflichtigen im Jahr der Zuwendung und in den folgenden neun
Jahren bis zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Euro abgezogen werden.
Diese Abzugsmöglichkeit ist neben dem oben genannten Spendenabzug
möglich. Bei Verheirateten steht der Abzugsbetrag jedem Ehegatten
einzeln zu. Ausführliche Berechnungen zu Ihren Möglichkeiten, erhalten
sie nach eingehender Analyse und Beratung.

Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen (Stand 01.03.2008)
Die Veröffentlichung dieses Textes erfolgt mit freundlicher Genehmigung vom Bundesverband
Deutscher Stiftungen, alle Rechte sind dem Verband vorbehalten. http://www.stiftungen.org




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